Seelsorge bei Menschen mit Behinderung
inklusiv und familienorientiert

Neu im Dekanat Reutlingen-Zwiefalten




Startseite
 
 

 

Neuanfang in Reutlingen

Raphael Schäfer, der neue Seelsorger bei Menschen mit Behinderung, stellte sich im Gottesdienst zum 10-jährigen Bestehen des Dekanats Reutlingen-Zwiefalten am 26. Januar vor. Als Symbol für seine zukünfige Arbeit baute er zusammen mit 7 Menschen in St. Martin (Großengstingen) einen Torbogen auf.  In diesem Artikel erfahren Sie mehr über seine Person und seine Pläne für die Zukunft.

Seit dem neuen Schuljahr steht im Dekanatshaus eine Schatzkiste herum. Mitgebracht hat sie der neue Mitarbeiter des Dekanats Reutlingen-Zwiefalten, Raphael Schäfer. Er hat hier die Arbeit übernommen die Seelsorge für Familien mit behinderten Kindern aufzubauen. Dieser Arbeit hat er sich zuvor in Stuttgart gewidmet und dabei ist auch die Schatzkiste entstanden. Während einer Gruppenstunde zur  Erstkommunionvorbereitung wurde sie gebaut um die gemeinsamen Schätze sammeln zu können.
Schätze besitzen Kinder mit einer Behinderung laut Schäfer viele, sei es die Freude beim Musikmachen oder beim Spielen, sei es die Begeisterung für die kleinen und großen Wunder in der Natur. Auch habe ihn bislang immer wieder dir große Offenheit beeindruckt mit dem diese Menschen auf andere zugehen und  wie sie eine besondere Wahrnehmung für das Göttliche haben. Deshalb ist für den Religionspädagogen die Arbeit in diesem Bereich eine große Bereicherung, der schönste Beruf der Welt. Schäfer ist aufgewachsen in Köln in einer sehr lebendigen Kirchengemeinde mit einem vielfältigen Angebot für Jung und Alt. Eher unmusikalisch hätte er auch dort die Chance bekommen als Bassist im Jugendchor mitzumachen. Gott sei Dank, dass sie ihn damals dort ertragen hätten und er im Laufe der Jahre sehr viel dazu lernen konnte“.
 

„Heute spielt er Gitarre, was für ihn ein unverzichtbares Element seiner Arbeit ist. Auch wenn, die Zeiten von damals heute wohl so nicht mehr wiederkehren, so hat er dort für seine jetzige Arbeit viel lernen können. „Grundsätzlich sehnen sich die Menschen auch weiterhin nach Freundschaft, Gemeinschaft und nach starken religiösen Erfahrungen“. Früher hätten sie diese Erfahrungen ganz selbstverständlich in der eigenen Kirchengemeinde gesucht. Heute steht Allen ein größeres Angebot zur Verfügung, dass auch genutzt wird. Kirchengemeinden werden dort auch heute noch kraftvoll sein können und andere begeistern, wo sie vorbildlich das leben, was dem Leben dient, wo sie sich um die Sorgen und Nöte der Menschen kümmern, und das machen, was sie selber gut machen können. „Es bringt nichts wenn ich Posaune spiele, aber wenn ich Musik mit meiner Gitarre mache, so kann ich viele Menschen begeistern“.

Seit 20 Jahren lebt Schäfer nun schon in Reutlingen. Seine drei Kinder sind alle hier geboren. Das war nun auch ein wichtiger Grund, wieder in Reutlingen zu arbeiten und seine Arbeit in Stuttgart an eine Kollegin zu übergeben. Zu wissen, dass das Angebot der Seelsorge für Familien mit behinderten Kindern in Stuttgart  nahtlos weitergeht hat ihm sein Abschied etwas leichter gemacht.

Nun geht es darum erst einmal im Dekanat Reutlingen-Zwiefalten viele Familien, in denen Kinder mit einer Behinderung leben, kennen zu lernen.  Was wünschen sich diese Familien von ihrer eigenen Kirchengemeinde, wie läuft es bei Erstkommunion und Firmung, welche Erfahrungen machen diese Menschen mit Inklusion sind die Fragen, die er im kommenden Jahr klären will. Gleichzeitig berät und unterstützt  Gemeindereferent Schäfer jetzt schon Kirchengemeinden bei ihren inklusiven Angeboten. Aber er sucht natürlich auch nach Kooperationen mit den Einrichtungen im Dekanat. Ein ihm wichtiges Angebot, was er aus Stuttgart mitgebracht hat ist das Kino „all inclusive“. Am 9. März  2017 soll es dieses das erste Mal auch in Reutlingen geben. Die Citykirche und die Katholische Erwachsenenbildung waren sofort bereit dieses inklusive Angebot mit zu unterstützen.  Um 19.30 Uhr wird  der Film „Mit ganzer Kraft“ in der Nikolaikirche gezeigt. Im Anschluss kann jeder noch bleiben um über den Film und Inklusion ins Gespräch zu kommen. Natürlich gibt es auch etwas zu trinken und zu essen, alles inklusive und kostenlos. „Denn, so meint Herr Schäfer zum Schluss, die besten Dinge im Leben sind immer ein Geschenk.“ Mehr zum Kino all inclusive in Reutlingen findet sich beim Terminkalender unter http://www.wir-sind-mittendrin.de/aktuelles%20rt-zwi.htm und den vielen anderen Seiten dieser Homepage.