Seelsorge bei Menschen mit Behinderung
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Abend der Stärkung

Wir stehen im Kreis und halten uns an den Händen.

Ich spüre den Händedruck in meiner rechten Hand und in meiner linken Hand. Ich spüre die Spannung, wenn ich mich nach außen lehne. Ich darf das. Jeder macht es so hier in diesem Raum beim „Abend der Stärkung“.  Es ist gut zu spüren, dass ich gehalten werde. Ich fühle: ich bin gehalten. Komme, was kommen mag. Ich falle nicht. Das macht Mut und schafft Vertrauen.Vor mir in der Mitte die Kerzenschale. Wie die afrikanischen Frauen halte ich und bin gleichzeitig gehalten. Ich bin hin-gewendet zur Mitte. Von dort kommt die Kraft. Von dort kommt das Licht. Ich weiß: jetzt kann ich wieder gehen in meinen Alltag.  Ich weiß: Der Abend hat mich gestärkt. Der Alltag hat sich nicht verändert. Es warten dieselben Fragen und Probleme. Verändert hat sich nur eins: ich weiß, ich bin nicht allein.  Menschen sind mit mir auf dem Weg.
Gott ist mit mir auf dem Weg.

 

Mit diesem Ritus endet das Ritual beim „Abend der Stärkung“. Wer möchte kann noch ein bisschen bleiben bei Brot und Wein (oder Traubensaft). Wer möchte kann auch direkt nach Hause fahren. Einige bleiben immer.

 

Hinter uns liegt an diesem Punkt jedes Mal eine reiche Stunde (manchmal auch ein bisschen mehr) mit Gesang und Gebet, einer (meist biblischen) Lesung, mit Gesprächen und mit Stille – und viel Energie im Raum.

 

Etwa ein Mal im Monat ist „Abend der Stärkung“ für alle, die Stärkung brauchen – in verschiedensten Situationen. Im Winter und in den Ferien ist Pause. Und nach der Pause gibt es mindestens Eine oder Einen, die /der sagt: endlich wieder, ich habe das vermisst und brauche dringend wieder Stärkung!

 

Gertrud Geiger, Dekanat Allgäu-Oberschwaben

 

Hier finden Sie den Flyer mit den aktuellen Terminen zu den Abenden der Stärkung